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A n c o n a   ( I t a l i e n )

Stadio del Conero, 23 980 Plätze
Gesamt-Bewertung:
Stadioninformationen:
Heimatverein/e: Ancona Calcio
Adresse: unbekannt
Anzahl der Tests: 01 Besuch/e
zuletzt getestet/Tester: Oktober 2003 / Webmaster Mumpf
Das Stadion:

Zunächst sei einmal gesagt, dass man für einen Besuch des "Conero" (z.B. auf der Durchreise in den Urlaub nach Griechenland) eine Menge Zeit benötigt. Denn man hat in Ancona den alten Sportkomplex inmitten der sehenswerten Altstadt aufgegeben, nachdem dieser zu stark verfallen war und schon einem altrömischen Zirkus glich. So entstand nun mitten auf der "grünen Wiese" etwa 15 km außerhalb der Hafenstadt einen neues Sportzentrum. Wäre da nicht der stetig wehende Seewind könnte man annehmen, mitten in der Toskana gelandet zu sein: Zieren das Conero denn eine nicht zu übersehende Anzahl malerischer Wein- und Olivenhänge. Parkplätze sind dafür in ausreichender Anzahl vorhanden, auch der öffentliche Bus klappert an Spieltagen vielfach bis ans Stadion hinan.
Das "Conero" an sich bietet wenig Spektakuläres, es wirkt wie ein Stadion aus dem Katalog und man findet wahrlich nichts (außer der Lage vielleicht), was dieses Stadion unverwechselbar machen könnte. Der Besucher findet ein voll mit Sitzschalen ausgestattetes weites Rund und eine 08/15 Haupttribüne ohne jegliche Schnörkel. Eine Aschenbahn gibt es zwar nicht, dennoch ist zwischen den mittelhohen Fanrängen und der Spielfläche einiger Freiraum gelassen. Dieser wird von der Spalier stehenden Feuerwehr auch dringend benötigt, die vor jedem "Intro" der Tifosi schon sehnsüchtig auf die aufs Spielfeld geworfenen Rauchbomben wartet, um diese dann in Spezialanzügen in bereitstehende Behältnisse routinemäßig zu entsorgen. Ansonsten fühlt man sich als Zuschauer ein wenig ans Eishockey erinnert, gibt es im "Stadion del Conero" keine Zäune, sondern nur Plexiglasscheiben., die ein etwaiges Überklettern zum Akt der Unmöglichkeit werden lässt. So werden zum Beispiel auch die mitgebrachten Transparente und Banner nicht aufgehängt, sondern zweckmäßigerweise angeklebt. Bei stetigem Seewind eine nervenaufreibende Geschichte...

Die Heimfans:

Der hauptsächliche Unterstützung der Ancona -Fans geht von der Curva Nord aus. Zwar sind es  - im Vergleich zu anderen Serie A Vereinen - verhältnismäßig wenige Anhänger, dennoch stehen diese den Konkurrenten in Sachen "Support" nichts nach. Selbst bei einem Rückstand nimmt die stimmgewaltige und vielfältige Sangeslust der rot-weißen Anhängerschar nicht ab, da können sich die deutschen Kollegen ohne weiteres eine Scheibe von abschneiden. Fällt der Rückstand dann aber doch zu hoch aus, verlassen flugs Hunderte von Fans ihren Block, um dann vor der Haupttribüne ihrem Ärger nicht nur akustisch Luft zu verschaffen. Imposant auch, wie die nachrückende Polizei die Hasstiraden des ganzen Stadions über sich ergehen lassen musste, bei denen auch die sonst eher reservierte Haupttribüne (wohl inklusive VIP-Logen) komplett mitmachte. Die Beamten konnten einem schon leid tun, als ein Hagel von Feuerzeugen und sämtlicher Haushaltseinrichtungen (irgendjemand schmiss sogar eine Taschenlampe) auf sie niederprasselten. In Deutschland würde die Bildzeitung wahrscheinlich eine Sonderausgabe drucken, in Italien scheint dies eher die Normalität zu sein. Fazit: Ein Besuch hier lohnt aufgrund der tollen Stimmung auf jeden Fall, während das Stadion doch eher die Tristesse pur ist.  

Das Bier:

Nicht getestet.

Eintrittskarten:
Weitere Bilder vom Stadion: