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D ü s s e l d o r f

Paul Janes - Stadion, 7 600 Plätze
Gesamt-Bewertung:

Stadioninformationen:
Heimatverein/e: Fortuna Düsseldorf
Adresse: Flinger Broich 87, 40235 Düsseldorf
Anzahl der Tests: 1 Besuch/e
zuletzt getestet/Tester: November 2004 / Webmaster Mumpf
Das Stadion:

Düsseldorf, welches außer der Altstadt, der überproportional hohen Dichte an Sonnenstudios und Friseursalons wahrlich nicht viel darzubieten hat, tristet auch im Fußballerischen zur Zeit ein trübes Dasein. DIe Fortuna, sportlich in den letzten Jahren nicht auf dem Höhenflug, strich ihre Segel in der wirklich extrem unpersönlichen Betonschüssel Rheinstadion und zog ins einige Parameter kleinere Paul Jahnes - Stadion. Während die alte Sportstätte per Abrißbirne eingestampft wurde und zu einer langweiligen, da Einheitsbrei New-Arena zur neuer Blüte kam, passt die "neue" Heimat der 95er eher zum Touch und Image der Fortunen. Nur noch zu Schlagerspielen wie z.B.. gegen den Nachbarn aus Wuppertal oder beim Gastspiel des FC St. Pauli zieht man ins neue alte Stadion und lässt den Mythos der erfolgreicheren Fortuna wieder für 90. Minuten auferleben. Ansonsten spielt sich aber in Flinger Broich das Alltagsgeschehen ab, dessen Sportfeld umgeben ist von einer finsteren Industrielandschaft, die ein wenig an den angrenzenden Ruhrpott erinnert. Das Stadion selbst ist verwunderlich klein und man mag wirklich nicht glauben dass ein solch renommierter Club wie die Fortuna aus Düsseldorf hier ihre Heimspiele abhält. Außer der kleinen Westribüne findet der Besuch überall "Open Air" statt, auf der Ostseite wurde entlang der Gegengerade 2 Zusatztribünen errichtet, auf denen sich aber aufgrund der zugigen Höhe vor allem in Wintermonaten niemand gesellt. Von unten aber  ist die Aussicht auf den grünen Rasen aufgrund des schlechterdings seltsamen Stufensystems nicht berauschend, da man auf gleicher Höhe mit dem Zaun steht.

Die Heimfans:

Das ist das Rheinland - offene, meist launische aber hoffnungsfrohe Menschen, die man bei der Fortuna wieder findet. Selbst in schwierigen Zeiten hält man zu seinem Club, der nicht nur allein der Sympathien der örtlichen Punkbank "Die toten Hosen" in Deutschland einen besonderen Ruf genießt. Auswärtige Besucher finden hier ohne Probleme jemand zum Plaudern, mit dem man ein Biechen trinkt und der bei langweiligem Spielverlauf auch mal erzählt, wie er seine Frau mit dem Fußball betrogen und belogen  hat ("Schatz, ich fahr zu Omma!"). Während der etwas ältere Kreis der Anhänger es sich mit selbstgesungenen Schunkelsongs und ab und zu einem kräfitegen "Fortunaaa!" auf der mit Holzplankenn ausgestattenen Trubüne gemütlich macht, zieht es die jüngeren, "aktiven" Fans auf die nördliche Hintertor-Flanke. Die Stimmung ist duchweg ganz nett (irgendwie kultig) und so kann sich das kryptomere Stadion auch schon einmal zu einem einnehmenden Hexenkessel verwandeln, da man recht nah am Spielgeschehen ist. Privatgespräche aller Art mit Trainern, Linienrichtern oder Spielern sind im PJ-Stadion ohne weiteres möglich und so kann man bei angemessenem Verlauf des Spiels zu einem unterhaltsamen Nachmittag bzw. Abend in der NRW-Hauptstadt, die wirklich kein Dorf ist, erleben.

Das Bier: Nicht getestet.
Eintrittskarten:
Weitere Bilder vom Stadion: