In Mainz rollen die Bagger und nach und nach passt sich der
Bruchweg der 05er-Euphoriewelle an. Wurde man vor 10 Jahren noch
als FSV-Anhänger beliebäugelt, zieht es heute die Massen in das
sich gemauserte Stadion. Zunächst wurden nur die
Hintertortribünen überdacht und hochgezogen, hat es jetzt auch
die parallel zum Spielfeld verlaufenden Tribünen erwischt. So
entsteht rund um das Viereck ein Stadion nach strengem
englischem Vorbild, eng, überdacht und ohne Laufbahn. Lediglich
die Ecken bleiben offen und so ist noch nicht das Höchstmaß
erreicht. Für alle Groundhopper ist das direkt an der Uni
gelegene Stadion zu einem wirklichen Schmuckstück im
Rhein-Main-Gebiet geworden und ist auf jeden Fall einen Besuch
wert.
Die Heimfans:
Als sangesfreudig und kreativ erweisen sich die Fans des selbst
ernannten Karnevalsvereins und man merkt ihnen die Freude über
die sportlichen Erfolge der letzten Jahre an. Es geht aufwärts
in Mainz und das spürt man. Nicht nur zur Faschingszeit kann man
der stetig wachsenden Mainzer Fanszene in Sachen Stimmung ein
gutes Zeugnis attestieren, die unglücklich verpasste Aufstiege
im Jahr 2001/02 und das noch viel grausamere Scheitern im Jahr
2002/03 machen die früher so grauen Mainzelmännchen irgendwie
sympathisch.
Das Bier:
Niemand wollte das berühmt "miserable" Bier der Mainzer
probieren, so beließen wir es bei einem Bierchen im schönen
Zentrum der rheinland-pfälzischen Hauptstadt (warum machen die
eigentlich so scheußliches Bier?). Die City und die Altstadt
sind übrigens ideal für ein Kneipenbummel nach dem Spiel!